Bacon-Jam – mehr als nur eine Liebeserklärung <3

Auch pur gelöffelt ein Genuss
Auch pur gelöffelt ein Genuss

Er ist salzig, rauchig und süß – und er ist Fleisch. Und in der letzten Zeit erlebt er eine kulinarische Renaissance. Er kann beinahe alles besser machen (es gibt sogar T-Shirts die dies bezeugen „Bacon makes everything better“) und ist unglaublich vielseitig. Die Rede ist von Bacon – dem Naschwerk des Fleisches.

 

 

Er hatte mal den Ruf das ultimative Trash-Food zu sein ist aber inzwischen mehr als nur salonfähig geworden, verfügt er doch über die unglaubliche Fähigkeit von Essern jeder Einkommensklasse genossen werden zu können. Er ist das perfekte Frühstück der Arbeiterklasse – und auf der anderen Seite entwickeln Sterne-Köche wie Heston Blumenthal Bacon-Ice Cream und in hochrangigen Sternehäusern jedweden Breitengrades werden Bacon Mousse und mit Bacon aromatisierte Schäumchen serviert, es gibt Vodka mit Bacon-Geschmack und selbst Foie Gras wird mit Bacon veredelt – ja, ich bin mir der Ironie meiner Worte durchaus bewusst.

 

 

Ich mag Bacon, sehr sogar. So war es nicht verwunderlich dass ich leicht zu begeistern war, als ich bei einer meiner Streifzüge durch das wundervolle virtuelle Universum der Kulinarik über den Begriff „Bacon-Jam“ stolperte. Verdammt! Einmal gelesen summte es in meinem Kopf herum – die Ideen begannen zu poppen und die Synapsen zu klapsen – es ließ mich nicht mehr los. Allein die Vorstellung, cremig, herzhaft, süß, Bacon hhhmmmm … Eine kleine Recherche später war ich um die Erkenntnis schlauer, dass selbst Martha Steward ein Rezept zu Bacon-Jam hat. Wenn selbst sie eins hat….

 

Ich spielte „Kopfkochen“ – was passt zu Bacon: Ahornsirup, Bourbon, Äpfel, … kamen mir als erstes in den Sinn. Ich brauchte 3 Versuche bis das Rezept für mich und meinen Geschmack perfekt war (um ganz ehrlich zu sein, brauchte ich nur 2 Versuche; der erste war zu süß, beim 2. habe ich sofort alles aufgegessen ohne Bilder zu machen… musste ich also das Rezept überprüfen ;-D).

 

Hier folgt nun also mein persönliches Bacon-Jam rezept. Zum Ausschneiden und nachmachen. Am besten macht ihr gleich ganz viel davon und füllt es in WECK-Gläser ab die ihr dann verschenkt. Schmiert es auf ein frisch geröstetes Brot (selbstverständlich mit guter Butter drunter), tunkt eure Cracker rein, reicht es als Dip zu Lamm oder zur Käseplatte, verfeinert euren Apfelkuchen damit (ja, ernsthaft) – Bacon kann alles und Kalorien sind mir hier einfach mal sowas von egal – denn Bacon-Jam macht glücklich

 

 

 

Zutaten:

 

200 g Bacon

50 ml Bourbon

50 g Palmzucker

2 EL Schweineschmalz

100 ml Ahornsirup

2 rote Zwiebeln

1 rote scharfe Peperoni, grob gehackt

Salz, Pfeffer, eine Prise Sumach

2 Pflaumen

3 EL Portwein

Etwas Apfelsaft

 

Zubereitung:

 

Als erstes die Zwiebeln in feine Ringe schneiden, in einer Schale und mit Salz und Sumach bestreuen, ordentlich durchmischen und beiseite stellen.

 

Den Bacon grob in Stück schneiden und bei mittlerer Hitze in einem Topf langsam auslassen bis er kurz vor knusprig ist.

Herausheben und tatsächlich auf einem Küchenkrepp etwas abtropfen lassen.

 

Im selben Topf (immer noch auf mittlerer Hitze) ohne vorher auszuwischen das Schweineschmalz zerlassen. Den ausgetretenen Saft der Zwiebeln abgießen und diese dann im Schmalz auslassen, gehackte Peperoni dazu (wer mag kann auch `ne Chili nehmen, aber ich finde die Peperoni passt besser) und den Palmzucker. Mit Bourbon ablöschen und den Ahornsirup zugießen. Die Pflaumen halbieren, entkernen und grob kleinschneiden und ebenfalls zugeben. Alles einmal aufkochen lassen und dann den Bacon wieder dazugeben. Hitze reduzieren und das ganz bei kleiner Hitze ordentlich einköcheln lassen.

 

Wenn die Flüssigkeit auf weniger als die Hälfte eingekocht ist das Ganze in den Mixer werfen und kurz durchmixen. Aufpassen dass es nicht zu breiig wird.

 

Zurück in den Topf. Nun nochmal weiter einkochen lassen und mit Portwein und Apfelsaft sowie etwas Pfeffer abschmecken. (ich habe Szechuan-Pfeffer genommen, aber hier is ja nix in Stein gemeißelt).

 

Reicht (wenn ihr sehr diszipliniert seid) für ca. 2 160ml WECK-Füllungen. Wenn ihr keine WECK-Gläser habt nehmt ihr ein sauberes Marmeladenglas oder Honigglas oder was auch immer mit luftdichtem Deckel. Oder ihr esst gleich alles auf. Wie ihr mögt. Reingehauen!

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Dr. E. Schaefers (Freitag, 30 August 2013 07:32)

    das MUSS ich nachmachen ;)

  • #2

    Bea (Freitag, 30 August 2013 19:01)

    Danke E. ;-)
    dann bitte berichten. Und vorsichtig sein. es macht wirklich abhängig :-)